Fotos: Landshuter Zeitung und FF-Postau
Am Samstagnachmittag, den 5. Juli 2025, wurde die Freiwillige Feuerwehr Postau gemeinsam mit zahlreichen umliegenden Feuerwehren zu einem Waldbrand westlich von Postau alarmiert. Gegen 15:30 Uhr meldeten mehrere Anrufer eine deutliche Rauchentwicklung aus einem Waldstück in der Nähe von Moosthann. Bereits auf der Anfahrt war eine dichte Rauchsäule sichtbar, beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich ein großflächiger Brand: Rund 4.000 Quadratmeter Mischwald standen in Flammen – das entspricht etwa der Fläche eines halben Fußballfeldes.
Aufgrund der Ausdehnung des Feuers und der schwer zugänglichen Lage im Wald wurde frühzeitig Großalarm ausgelöst. Insgesamt waren rund 160 Einsatzkräfte aus dem gesamten Umkreis im Einsatz, unterstützt von Kräften des Technischen Hilfswerks, des Rettungsdienstes, des Katastrophenschutzes sowie der Polizei. Um die Wasserversorgung an der abgelegenen Einsatzstelle sicherzustellen, unterstützten mehrere Landwirte mit Traktoren und Güllefässern. Zusätzlich wurde ein Faltbehälter zur Pufferung des Löschwassers eingerichtet.
Die Brandbekämpfung gestaltete sich aufgrund des trockenen Waldbodens und der windigen Wetterlage als anspruchsvoll. Durch den gezielten Einsatz mehrerer Strahlrohre, Löschrucksäcke sowie einer Wärmebildkamera konnte das Feuer jedoch nach etwa zwei Stunden unter Kontrolle gebracht werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Abendstunden hin. Zahlreiche Glutnester wurden identifiziert und gezielt abgelöscht.
In der Nacht stellte die Feuerwehr Postau eine Brandwache in mehreren Schichten. Die betroffene Fläche wurde regelmäßig kontrolliert – dabei wurden keine neuen Glutnester mehr entdeckt. Am folgenden Sonntagvormittag begannen die Aufräumarbeiten. Die eingesetzten Schläuche, Strahlrohre, Verteiler und die Faltbehälter wurden abgebaut, gereinigt und zurückgeführt.
Während des Einsatzes musste die Kreisstraße LA 10 vollständig gesperrt werden. Der Verkehr wurde durch die Polizei umgeleitet. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit. Verletzt wurde niemand. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt.
Die Kriminalpolizeiinspektion Landshut hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Medienberichten zufolge steht ein 40-jähriger Mann aus dem Landkreis im Verdacht, für den Brand verantwortlich zu sein. Die Ermittlungen hierzu laufen derzeit noch, es liegen bislang keine abschließenden Ergebnisse vor.
Ein besonderer Dank gilt allen eingesetzten Feuerwehrkräften, den unterstützenden Landwirten sowie den beteiligten Organisationen für die schnelle und professionelle Zusammenarbeit. Der Einsatz hat erneut gezeigt, wie wichtig abgestimmtes Handeln und gute Zusammenarbeit in solch herausfordernden Situationen sind.